Surfen In Marokko

Surfen in Marokko – Orientalisches Surfparadies

Surfen in Marokko. Das bedeutet wellenreiten an Weltklasse-Spots und eintauchen in eine fremde Kultur.

Die Mischung aus Afrika, Europa und Orient ist in Marokko wirklich faszinierend. Unabhängig vom Surfen gibt es kulturell und historisch super viel zu entdecken. Dazu kommen das leckere Essen und die freundlichen Menschen. Niedrige Lebenshaltungskosten vor Ort und ganzjährig sommerliche Temperaturen machen Marokko zu einem idealen Reiseziel für einen Surfurlaub. Dein Surfniveau spielt dabei keine Rolle. Gemütlich und entspannt Surfen oder durch die Tube rasen, Point- oder Beachbreak, egal ob Anfänger oder fortgeschrittener Surfer: In Marokko kommen alle auf ihre Kosten.

Surfen in Marokko – Anreise

Aus Deutschland brauchst du mit dem Flugzeug etwa vier Stunden bis nach Marokko. Du kannst aber auch vom spanischen Festland aus mit der Fähre einreisen. Von den meisten großen deutschen Flughäfen fliegen wöchentlich mehrere Fluggesellschaften nach Agadir. Die Küste ist von dem dortigen Flughafen etwa eine Stunde Fahrt entfernt. Alle großen Autovermietungen sind am Flughafen vertreten. Selbstfahren ist in Marokko kein Problem. Diejenigen, die sich dennoch lieber Fahren lassen möchten, können für circa 30 Euro ein Taxi bis zur Küste nehmen. Tipp: Festpreis verhandeln!

Surfen in Marokko –
Die perfekte Jahreszeit

Je nach Jahreszeit bieten sich dir unterschiedliche Surfbedingungen. Im Sommer sind die Wellen kleiner und auflandiger Wind (Onshore) weht dir um die Ohren, aber dafür ist es schön warm. Im Winter rollen die großen Offshore-Wellen (Ablandinger Wind) an. Vor allem in der Zeit von November bis April geht es in Marokko meistens ordentlich ab. Wichtig: Das Wasser bleibt ganzjährig relativ kühl. Du solltest also eigentlich immer einen Neoprenanzug tragen. Im Sommer reicht ein 3.2er und im Winter eventuell auch gern ein Wärmerer.

Surfen in Marokko – Orte

Die beliebtesten Spots zum Surfen findest du in Marokko hauptsächlich rund um Taghazout und Tamraght. Taghazout schlängelt sich an einem 500 Meter langen Straßenabschnitt entlang. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich das ehemalige Fischerörtchen zu einem waschechten Surferstädtchen entwickelt, dass eigentlich nur noch aus Restaurants, Ferienwohnungen und Surfcamps besteht. Seinen Charme hat sich Taghazout allerdings erhalten. Besonders kreativ sind die Namen der Surfspots in und um Taghazout. Um nur eine kleine Auswahl zu nennen: Vom Banana Beach bis zu Hash- und Killer Point ist alles dabei.Etwas weniger wuselig geht es im benachbarten Tamraght zu. Das am Berghang gelegene Örtchen ist entspannter, ruhiger und vor allem weniger surftouristisch.

Die Straßen von Taghazout
Die Straßen von Taghazout

Surfen in Marokko – Surfspots

Das Surfen in Marokko bietet dir eigentlich alles, was dein Surferherz höherschlagen lässt. Etwa 2.000 Küstenkilometer, ausgestattet mit endlos vielen Surfspots. Du musst einfach nur einen guten Zeitpunkt erwischen und am richtigen Ort sein. Die folgenden Spots dienen als Anhaltspunkt und sollen dir einen groben Überblick geben. Den Rest musst du vor Ort unbedingt selbst entdecken.

Anchor Point
Der Anka Point ist der bekannteste Surfspot Marokkos. Der rechts brechende Pointbreak läuft am Ende der Bucht von Taghazout entlang der Felsen. Hier sind bis zu 300 Meter Surfspaß möglich. Die Strömung hat es allerdings in sich und erfordert eine ganze Menge Paddelpower. An den Wochenenden wird es ziemlich voll. Dann sind vor allem viele Locals auf ihren Brettern unterwegs. Der Einstieg gelingt dir, indem du entweder um den Point herumpaddelst oder du in einer ruhigen Phase von den Felsen aus ins Wasser springst.

Surfen In Marokko
Surfen In Marokko

Hash Point
Den Hash Point könnt ihr euch sparen. Die Welle am Ortsstrand von Taghazout ist nichts Besonderes, dafür aber besonders ekelig. Denn dort fließen die Abwässer des Örtchens ungeklärt ins Meer. Der Name des Spots kommt wohl daher, dass sich bekiffte Surfer dort dennoch in die Wellen stürzen, weil sie zu faul sind, zu den benachbarten Spots zu flitzen.

Killer Point
Woher der rechte Pointbreak seinen Namen hat weiß wohl niemand mehr so ganz genau. Ganz unbegründet hat der Spot den Namen jedenfalls nicht bekommen. Der Weg ins Lineup ist lang, sehr lang und als wäre das nicht schon genug, bekommst du es auch noch mit relativ viel Strömung zu tun. Hinzu kommt noch, dass die Wellen vor einer Felsklippe brechen, die mit vielen Höhlen unterspült ist. Da solltest du dich nicht reintreiben lassen. Du kannst den Spot oberhalb der Klippen beobachten und dann über den Strand des Hotels La Source ins Wasser gehen. Beginner und Fortgeschrittene können sich am Killer Point auch versuchen – aber bitte nur an kleinen Tagen.

Surfen in Taghazout
Surfen in Taghazout

Panoramas
Auf der Suche nach einer schönen Wellen, lohnt sich immer ein Stopp bei Panoramas. Die lange rechtsbrechende Welle ist relativ windgeschützt und funktioniert ähnlich gut, wie der Anchor Point.

Anza Beach
Anza Beach geht immer. Die kleine Bucht zieht jeden noch so kleinen Swell an und serviert dann mehrere Peaks. Bei viel Swell kann die Hauptwelle ordentlich Kraft entwickeln. Die kleinen Wellen davor, brechen über flaches Wasser auf sandigem Boden. Ideale Bedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene. Am südlichen Ende der Bucht ist ein kleines Riff mit Steinen und Felsen.

Surfen in Marokko – Surfcamps und Unterkünfte

Mit etwas Verhandlungsgeschick bekommst du selbst im beliebten Taghazout ein einfaches Zimmer schon ab 10€ pro Nacht. Wenn du lieber in einem Surfcamp unterkommen möchtest, schau dir die Maranga Surfvilla in Taghazout an. Fünf Nächte im Mehrbettzimmer mit Halbpension kosten etwa 400 Euro – Surfkurs, Surfbrett und Wetsuit inklusive. Wer es etwas exklusiver haben möchte und bereit ist für zwei Personen etwa 100 Euro pro Nacht auszugeben, sollte sich das Sol House in Taghazout ansehen. 

Die Bungalows im Sol House in Taghazout sind einfach nur schön.
Die Bungalows im Sol House in Taghazout sind einfach nur schön.

Surfen in Marokko –
Kosten vor Ort

Wenn du vor Ort ein Surfbrett mieten möchtest, kommt es wieder auf dein Verhandlungsgeschick an. Mit 10 Euro am Tag solltest du aber rechnen. Auswärts Essen ist in Marokko unbedingt zu empfehlen und startet bei etwa vier Euro pro Teller. Snacks auf den Märkten bekommst du auch schon günstiger.

Fazit

Marokko ist immer eine Reise wert. Unabhängig von den Surfbedingungen, überzeugt das Land mit toller Natur, schönen Städtchen, guter Küche, freundlichen Menschen und einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. Das Surfen in Marokko weiß ebenfalls zu überzeugen. Vor allem in den kälteren Monaten zählt das afrikanische Land zu den weltweiten Topadressen, wenn es um das Thema Surfen geht.

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