Bretter und Surfwachs – Camperstyle

Chris ist ein waschechter Surf-Nomade. Er lebt in einem Wohnwagen und pendelt seit drei Jahren zwischen der portugiesischen Atlantikküste und der Algarve. Wie es sich für einen richtigen Lebenskünstler gehört, lebt er von selbstproduzierten Surfbrettern und Surfwachs.

„Woddy“ / Foto: Christian Bartel

Chris kommt ursprünglich aus Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Bevor es 2015 los ging, hat er sich mit „Woody“ einen Traum von Wohnwagen geschaffen. Wobei Wohnwagen dafür eigentlich nicht der richtige Begriff ist. Denn „Woody“ gleicht eher einem mobilen Holzhaus. Den 85er Ford Transit als Basis hat Chris selbst aus-um- und eingebaut.

Seine Surfbretter stellt Chris aus rein natürlichen Werkstoffen her. Sie bestehen aus einem Holzmix: Balsaholz für die innere Konstruktion, Pappel für Haut – Deck und Boden sowie Kiefernholz für die Rails. Neben seinen Surfbrettern aus Holz, produziert Chris ein rein ökologisches Surf-Wachs.

Jedes Brett fertigt Chris in Handarbeit / Foto: Christian Bartel

„Die Idee, Surf-Wachs aus natürlichen Bestandteilen herzustellen, lag auf der Hand, da meine Surfbretter ebenfalls auf rein natürlichen Basis gefertigt sind. Der Gedanke, ein Surf-Wachs auf Basis von Erdöl dafür zu verwenden, war daher irgendwie abwegig“, hat Chris mir Gespräch verraten.

Das Wachs besteht aus drei Bestandteilen: Bienenwachs, Kokosöl und Baumharz. Für das richtige Missverhältnis waren ein paar Anläufe nötig. Die Herstellung erledigt er ohne größeren Aufwand in seinem Camper. Und wie sollte es auch anders sein, nutzt Chris das Wachs selbst schon seit mehreren Jahren.

In the making / Foto: Christian Bartel

Viele konventionelle Wachse sind mit Chemikalien versetzt. Die können sich negativ auf Wasserorganismen und Menschen mit empfindlicher Haut auswirken. Chris Wachs hingegen besticht nach eigenen Angaben durch seine Natürlichkeit. So weit so gut, doch wie steht es um dessen Funktionalität? Denn bei aller Liebe zur Mutter Natur, muss das Wachs natürlich auch seinen Job erfüllen. Chris hat mir versprochen, dass die Performance mehr als stimmig sei und im Wasser richtig gut abliefere. Es soll „optimalen halt auf jedem Surfbrett geben.“ Das Wachs gibt es sowohl für Kalt-, als auch für Warmwasser.

Ich habe mir beide Varianten gekauft und teste sie im Mai an der marokkanischen Küste. Preislich liegt das Wachs bei glatten fünf Euro pro 120 Gramm und kann auf Etsy.com gekauft werden. Mehr Infos zu Chris, seinen Produkten und seinem Lifestyle bekommt auf seiner Webseite  und auf Instagram.

Surfwachs und Surfbretter
Ready zum Verkauf: Bartés Surfwood Surfwachs / Foto: Christian Bartel

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