Guide für Surfboard Shapes – So findest du das richtige Surfbrett

Spätestens dann, wenn du darüber nachdenkst, dir ein eigenes Surfboard zu kaufen, musst du dich mit den verschiedenen Bauweisen (Shapes) auseinandersetzen. Die meisten stolpern dabei über viele Fremdwörter und unverständliche Begrifflichkeiten. Um dir die Wahl deines Surfboards zu erleichtern, findest du in dem Artikel alle wichtigen Infos zu den verschiedenen Surfboard Shapes.

Der Aufbau eines Surfboards

Der vordere Teil eines Surfbretts nennt sich Nose, der hintere Teil Tail. Die Unterseite ist der Botton und die obere Seite (Standfläche) das Deck. Als Rails werden die Kanten eines Surfboards bezeichnet. Im hinteren Bereich der Unterseite befinden sich die Finnenkästen und ein Plug für die Leash. Die Leash verbindet dich mit dem Surfbrett und sorgt dafür, dass das Brett nicht frei herum schwimmt und zu Gefahr für dich und andere im Wasser wird.

 

Surfboard Nose
Die Form der Nose verändert die Fahreigenschaften des Surfboards. Grafik: Local-Surf

 

In der Regel hat ein Surfboard eine sichtbare Wölbung, es ist also nicht ganz gerade. Die Wölbung wird Rocker genannt. Der Stringer verläuft durch die Mitte der Surfboard-Oberseite. Das ist eine dünne Verbindungsleiste aus Holz, die dem Schaumkern Stabilität verleiht.  Bei Brettern für die ganz großen Wellen (Guns) und bei besonders langen Surfbrettern (Longboards) kommen manchmal sogar mehrere Stringer zum Einsatz. Wird ein Surfbrett aus besonders robusten Materiealien wie Epoxy gefertigt, wird meistens kein Stringer verwendet

Die verschiedenen Tails

Pin Tail
Die Pin Tail läuft spitz zu. Durch die geringe Auflagefläche sinkt die Pin Tail im Wasser ein. Das sorgt vor allem bei Big Waves für besonders viel Stabilität, Halt und Sicherheit bei der Fahrt die Welle hinunter. Darauf kommt es in richtig großen Wellen an.

Round Tail
Die fehlenden Ecken des Round Tails lassen mehr Wasser am Surfboard vorbeifließen. Das Brett verschmilzt sozusagen mit der Welle. Das sorgt für Stabilität, Ruhe, Halt und eine saubere Fahrspur. Ein abgerundetes Ende lässt nicht so harte Turns zu wie mit einem eckigen Ende.

 

Auch die Form des hinteren Teil (Tail) des Surfboards hat entscheidenden Einfluss auf die Fahrdynamik im Wasser. Grafik: Local-Surf

 


Square Tail

Ein Square Tail hat eine größere Auflagefläche. Das Brett liegt also eher auf der Welle, als dass es in die Welle einsinkt. Dadurch gewinnt das Brett an Schnelligkeit, verliert aber an Stabilität. Die harten Kanten sorgen für einen sehr genauen Drehpunkt. Das ermöglicht enge und kurze Turns.

Squash Tail & Rounded Square Tail
Ein Squash Tail liegt etwas stabiler im Wasser, als ein Rounded Square Tail. Beide eint ihre besondere Drehfreude. Sie funktionieren in großen wie in kleinen Wellen.

Swallow Tail & Fish Tail
Die beiden Tails vereinen die Stabilität eines Pins mit der Drehfreudigkeit eines Squares. Wobei, beim Fish Tail die Auflagefläche noch etwas größer ist.

Die verschiedenen Shapes

Longbard
Bretter über 8,6 Fuß. Lang und viel Volumen lautet hier die Devise. Daher funktionieren die meisten Longboards in kleinen Wellen besonders gut. In größeren Wellen sind Longboards eher schwer zu kontrollieren. Die Länge der Bretter schränkt natürlich das Handling ein. Für Anfänger ist es daher besser mit etwas kleineren Brettern zu üben. Grundsätzlich gibt es bei Longboards auch nochmal Unterschiede zum Einsatzbereich und der Volumenverteilung. Vom Noserider bis zum Performance Longboard ist für jede Vorliebe etwas dabei.

Mini-Malibu
Die Bauweise wird öfters auch nur Malibu genannt. Die Bretter sind meistens zwischen sieben und acht Fuß lang und verfügen über ordentliches Volumen. Die Kombination aus handlicher Länge und verhältnismäßig viel Volumen macht die die Boards vor allem für Anfänger und Fortgeschrittene Surfer interessant.

Surfboard Shapes
Grafik:Local-Surf

Shortboard
Wie der Name schon verrät, sind Shortboards genau das Gegenteil von Longboards. Sie sind besonders kurz und haben sehr wenig Volumen. Eigenschaften, die Shortboards extrem wendig machen, aber auch für wenig eigens Tempo sorgen. Grundvoraussetzung für Shortboards sind große Wellen, Fitness und viel Surferfahrung. Fahrfehler sind strengstens verboten, denn Shortboards verzeihen keine Fehler.

Gun
Die Big-Wave-Boards sind lang, schmal und spitz. Die Bauweise gehört auch zur Familie der Shortboards und eignet sich vor allem für schnelle und große Wellen, ab etwa 3 Metern.

Bonzer
Bonzer verbinden die Geschwindigkeit von Fishboards mit dem Fahrgefühl von Longboards und der Wendigkeit von klassischen Shortboards. Das Besondere bei Bonzern ist die Finnenauswahl und Anordnung. Bonzer haben fünf Finnen, von denen eine große parallel zur Längsachse angeordnet ist und vier kleine Finnen, die weiter vorn nahe der Rails platziert sind. Leider bekommt diese Bauweise nicht die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdient. Die Bretter sind eine interessante Alternative für Surfer aller Könnerstufen.

Egg
Das Egg ähnelt den Mini-Malibus. Bei dem Shape ist das Brett insgesamt etwas kürzer, die Nase runder und der Hintern schmaler. Dadurch sind die Boards wendiger, behalten sich aber die Paddelfreude bei. Eine gelungene Kombination aus Shortboard und Malibu also.

Fish
Ein Fish ist breiter, flacher und kürzer als die klassischen Shortboards. Tempo, Wendigkeit und Start- und Paddelfreude. Diese Punkte beschreiben die Bauweise wohl am besten. Das Fish eignet sich für beinahe jede Wellengröße, ist allerdings auch relativ hibbelig und daher eher etwas für erfahrene Surfer.

Hybrid
Die Bauweise ähnelt Egg und Fish. Die bretter sind breiter, dicker und kürzer. Sie lassen sich leicht paddeln und verzeihen Fehler großzügiger als die anderen Beiden. Besonders schön: Die Bauweise funktioniert prächtig bei ungeordneten Wellen und schlechteren Bedingungen. Das macht die Hybride auch bei denjenigen unter uns beliebt, die es nicht so oft ins Wasser schaffen.

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