Surftalent Janina Zeitler im Interview

Janina Zeitler gehört zu den besten deutschen Nachwuchstalenten. 2016 wurde sie Europameisterin im Stationary Wave Riding. Seitdem ist sie bei verschiedensten Wettkämpfen erfolgreich unterwegs. Im Interview mit Local-Surf spricht die erst 18-jährige Janina Zeitler unter anderem über ihre Lieblingsspots, die Kommerzialisierung des Sports und ihre Surfanfänge.

Wie bist du zum Surfen gekommen? Wann hast du den Sport für dich entdeckt?

Im Sommer 2012 hat mich eine Freundin auf die Idee gebracht. Damals lief gerade der Film Soul Surfer und ich fand das Surfen und den Lifestyle total cool, also habe ich beschlossen, das auch mal auszuprobieren und als Münchnerin liegt es ja nahe, die ersten Steps am Fluss zu machen. Ich war von Anfang an total begeistert, obwohl ich zugegebenermaßen zu Beginn nicht direkt der Senkrechtstarter war.

Die 18-Jährige Janina Zeitler kommt aus München.


Der aktuelle Höhepunkt deiner Karriere war sicherlich die Nominierung für das deutsche Nationalteam. Wie kam es dazu?

Ich habe mich über die Nominierung wirklich riesig gefreut. Die Nominierung zu internationalen Wettkämpfen erfolgt in der Regel über Ranglistenpunkte, die man sich durch die erfolgreiche Teilnahme an den nationalen Meisterschaften erwirbt. So bin ich zur Junioren Europameisterschaft nach Portugal gekommen und durch meine guten Leistungen dort, habe ich die Nominierung für die Weltmeisterschaft in Japan erhalten.

Was macht den Sport für dich so besonders?

Ich habe schon immer gerne Wassersport betrieben. Grundsätzlich mag ich die Naturverbundenheit und die Stille im Line Up. Das ist für mich ein perfekter Ausgleich. Surfen wird nie langweilig, jede Welle ist anders und somit eine neue Herausforderung für mich. Außerdem mag ich den Lifestyle und die Community. Man trifft bei diesem Sport so viele tolle Leute.

Auch auf stehenden Wellen ist Janina Zeitler erfolgreich. 2018 hat sie in der Rapid Surf League die Riot River Open Woman in Bratislava sowie die Rip Curl Langenfeld Pro gewonnen und sicherte sich dadurch den Tour-Sieg in der Rapid Surf League Open Woman 2018.


Wie schätzt du den aktuellen Hype zum Wellenreiten ein?

Das Surfen hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum Trendsport entwickelt und die Surfcommunity wird jedes Jahr größer. Das wird auch durch die Medien und die Werbung sehr gepusht. Die momentane Situation macht es für Leute wie mich natürlich leichter Unterstützung beziehungsweise ein Sponsoring zu bekommen.

Hast du einen Lieblingsspot?

Einen klassischen Lieblingsspot habe ich eigentlich nicht, es gibt so viele schöne Locations zum Surfen und es hängt ja auch von den jeweiligen Bedingungen am Spot ab. Auf Fuerteventura bin ich relativ häufig, weil es dort wegen der vielseitigen Spots und der kurzen Flugzeit perfekt ist. Portugal ist auch super, mit guten Wellen und die Line Up‘s sind dort nicht so überfüllt. Ich surfe aber auch gerne am Eisbach und auf der Citywave. Die Mischung aus beidem ist für mich perfekt. Da ich ja nicht am Meer wohne, ist die stehende Welle eine super Möglichkeit, dass Boardgefühl ständig zu trainieren und weiter zu entwickeln.

Auch klassische Wellen beherscht Janina Zeitler

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